Geschichte der Schule

Bereits 1562 hatte Dölzig ein ,,kleines Dorfschulchen mit wenigen Knäblein und kein Mägdelein". Die Schulbildung lag in den Händen der Geistlichkeit.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurde für die wachsende Schülerzahl eine Schule gebaut. 1833 wurde Johann Gottlieb Rocke als Schulmeister nach Dölzig eingewiesen. Er unterrichtete 136 Kinder aus Groß- und Kleindölzig sowie aus dem preußischen Möritzsch. Als Schullehrer und Schuldiener unterstand er der Superintendantur und dem königlichen sächsischen Kreisamt.

Bereits 1864 musste auf dem Kirchschulgrundstück eine neue Schule gebaut werden (Alte Schule). Es war eine 4-Klassen-Schule (je 2 Schuljahre pro Klasse). Aus Dokumenten der ,,Heringsspende“ ist ersichtlich, dass 1898 die Schülerzahl 289 betrug. Ein Schulneubau war unerlässlich. so dass bereits 1898 die Neue Schule auf dem Grundstück neben dem Friedhof eingeweiht werden konnte. Bei dieser Gelegenheit wurden die Möritzscher Kinder ausgeschult, sie erhielten im Preußischen eine eigene Schule.

Die Schülerzahl in Dölzig stieg weiter: Die 8-klassige Volksschule hatte 1911 383 Schüler. Mehr Raum wurde gebraucht. 1926 wurden 4 weitere Räume an die Neue Schule angebaut.

Nach dem II. Weltkrieg wandelte sich in der Grundschule mit 8 Klassen der Bildungsinhalt. Das faschistische Gedankengut musste überwunden werden. 1957 erfolgte auch in Dölzig der Übergang zur 10-klassigen Mittelschule. Bereits 1959 war die Schule eine 10-klassige Polytechnische Oberschule, in der auch Schüler der 9. und 10. Klasse aus Rückmarsdorf  unterrichtet wurden. 1976 wurden durch einen Anbau neue Klassenzimmer und ein moderner Sanitärtrakt geschaffen. Nach der Wende wurde diese Schule aufgelöst, und ab 1992 existiert in Dölzig eine 4-klassige Grundschule, für deren Weiterbestehen engagierte Dölziger wie der Förderverein der Schule schon viel Überzeugungskraft und Energie investiert haben.

Quelle: Festschrift 750 Jahre Dölzig/700 Jahre Kleinliebenau- Festkomitee und Heimatverein Dölzig e.V., September 2007